Börsig-Hover Forschung

Dr. Magdalena Börsig-Hover

Geschichte verstehen. Gegenwart deuten. Verantwortung übernehmen.

Historische Forschung an der Schnittstelle von Diplomatiegeschichte, Ideengeschichte, Philosophie und Theologie.

Schreibtisch mit diplomatischer Depesche, historischer Europakarte und aufgeschlagenem philosophischem Buch
Dr. Magdalena Börsig-Hover mit Hut, lächelnd

Leitfragen

  1. Wie nehmen Menschen historische Umbrüche wahr?
  2. Wie entstehen aus Informationen Deutungen, und aus Deutungen Entscheidungen?
  3. Wie kann unter Bedingungen widersprüchlicher, medial vermittelter Wirklichkeit verantwortliche Orientierung gelingen?

Diese Fragen verbinden meine Forschung zur europäischen Diplomatiegeschichte des 19. Jahrhunderts mit meinen Arbeiten zu Romano Guardini, seiner Deutung der Moderne und seiner wissenschaftlichen Rezeption.

Forschungsfelder

Zwischen Geschichte und Gegenwart

Diplomatiegeschichte 1887–1889

Dreibund, Mittelmeerabkommen, Rückversicherungsvertrag, und die Frage, wie die Mayerling-Tragödie in den diplomatischen Kanälen Europas wahrgenommen wurde.

Quellenkritik als Gegenwartsaufgabe

Der Diplomat des 19. Jahrhunderts musste Mitteilung, Gerücht und Beobachtung unterscheiden. Im Zeitalter künstlicher Intelligenz stellt sich dieselbe Frage neu: Wie bleibt der Mensch urteilsfähig?

Vom 19. ins 21. Jahrhundert

Die Forschung folgt einer Entwicklungslinie: von der Depesche zur digitalen Gegenwart.

  1. 19. Jahrhundert

    Diplomatie

    Europäische Bündnissysteme, diplomatische Berichte und politische Informationswege

  2. 20. Jahrhundert

    Krise der Moderne

    Romano Guardinis Analyse der Gegenwart und das Ende der Neuzeit

  3. Rezeption

    Person und Entscheidung

    Person, Freiheit, Verantwortung und Entscheidung bei Guardini und in der Guardini-Forschung

  4. 21. Jahrhundert

    Mediale Wirklichkeit

    Digitalisierung, KI, algorithmisch vermittelte Information und neue Polarisierung

Wie kann der Mensch Wirklichkeit erkennen und verantwortlich entscheiden, wenn seine Gegenwart zunehmend durch konkurrierende Informationen und Deutungen vermittelt wird?

I. Das Erbe Romano Guardinis

1. Kategorie „Neuzeit“

Romano Guardini versteht unter dem Begriff der Neuzeit nicht nur eine historische Epoche, sondern ein bestimmtes Verhältnis des Menschen zum Sein, zur Welt und zu sich selbst.

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Lina Börsig-Hover Zeit der
Entscheidung
Zu Romano Guardinis
Deutung der Gegenwart
E-Book

Lina Börsig-Hover

Zeit der Entscheidung

Zu Romano Guardinis Deutung der Gegenwart

Erstausgabe Fridingen an der Donau 1990
Neuausgabe als E-Book

Inhalt

  • Sinn der Zeit. Eine Einführung
  • I. Das Erbe Romano Guardinis
  • 1. Kategorie „Neuzeit“
  • 2. Neuzeitliche Daseinsdeutung
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Sinn der Zeit. Eine Einführung

Der Sinn einer Kulturepoche liegt letztlich nicht darin, daß der Mensch zu immer größerer Naturbeherrschung gelangt, sondern daß er die Gestalt des Daseins hervorbringt, welche die Geschichte fordert.

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Der heutigen Zeit ist eine zweifache Aufgabe gestellt. Das menschliche Leben hat das zu werden, was es immer schon war und ist. Die Zeit drängt zu dieser Entscheidung.

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„Alles wird also darauf ankommen, ob es dem Menschen gelingt, als Person zu leben und als solche diese Welt überhaupt zu gestalten.“

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Neuausgabe als E-Book

Zeit der Entscheidung

Zu Romano Guardinis Deutung der Gegenwart

Die 1990 erschienene Untersuchung verschiebt den Akzent von Guardinis Personbegriff auf seine Geschichts- und Gegenwartsdeutung: Was kennzeichnet die Neuzeit, warum ist sie an ihr Ende gekommen, und welche Entscheidung verlangt die Zeit vom Menschen als Person?

Blättern Sie im Buch, oder lesen Sie die ganze Leseprobe.

Zum Buch und zur Leseprobe
Romano Guardini in höherem Alter an seinem Schreibtisch vor Bücherregalen
Romano Guardini (1885–1968) in seinem Arbeitszimmer.

Romano Guardini

„Die Tragik des Menschen ist, daß er sein Menschsein vergißt, das zu realisieren eine seiner vornehmsten Aufgaben wäre.“

Aus „Zeit der Entscheidung“, über Guardinis Kritik am neuzeitlichen Daseinsverständnis, das den Menschen als Subjekt, die Natur als Objekt und die Kultur als autonome Größe sieht.

Guardini in meiner Forschung

Philosophie der Neuen Zeit

Das Anliegen dieser Seite

  • Orientierung

    Philosophisches Grundlagenwissen vermitteln, sodass Klarheit und Ordnung ins eigene Denken kommen und jeder seinen eigenen philosophischen Weg finden kann.

  • Zugang zu sich selbst

    Über philosophische Erkenntnisse und Zusammenhänge zu einem tieferen Selbstverständnis finden und es im Alltag fruchtbar machen.

  • Herkunft verstehen

    Über die geistesgeschichtliche und geschichtliche Herkunft der Gegenwart aufklären, um ihre Fragen und Möglichkeiten besser zu erkennen.

  • Überlieferung erschließen

    Das Wissen vergangener Jahrhunderte verdichtet darstellen, als Grundlage für Neuanfänge in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Technik.

Dr. Magdalena Börsig-Hover am Schreibtisch vor Bücherregal und historischer Landkarte

Historisch denken, gegenwartsbezogen fragen

Meine wissenschaftliche Arbeit bewegt sich zwischen Geschichte, Philosophie, Theologie und Diplomatiegeschichte. Mich interessiert die Frage nach den Bedingungen menschlicher Orientierung: Was bedeutet es, in einer Zeit des Umbruchs verantwortlich zu urteilen und zu handeln?

Lehrtätigkeit in Philosophie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern und der Gustav-Siewerth-Akademie. Veröffentlichungen auch unter dem Namen Lina Börsig-Hover.

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